Ostern kann kommen

Am 17. und 18. März findet in der Glashalle in Gablitz (das liegt hinter Purkersdorf im Wienerwald, wenn man in Richtung Riederberg fährt) ein Ostermarkt statt. Und die Veranstalter haben mich eingeladen 😀

Was bietet man als Wollverarbeiterin bei einem Ostermarkt in der Nähe von Wien an, wo die Menschen entweder schon alles haben oder nicht gerade in Geld schwimmen?

Ich hab mich unter anderem für gefilzte Ostereier entschieden. Gefilzte Ostereier sind unzerbrechlich, und das ist ideal, wenn der Osterstrauß in Reichweite von kleineren Kindern oder Katzen stehen wird.

Also setzten sich Monika und ich hin und filzten Ostereier. Sie bestehen wirklich nur aus Schafwolle, die ich selbst gewaschen und gefärbt habe, und verbreiten hier schon einmal richtige Frühlingslaune.

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Ostereierparade

An diesem Wochenende könnt ihr sie in Schloss Fridau live bestaunen (das liegt südwestlich von St. Pölten bei Obergrafendorf). Und am nächsten Wochenende in Schloss Haindorf, das gehört zu Langenlois.

Mir gefällt besonders auch das blaugraue mit dem schlichten orangefarbenen Streifen und dem Hexenstichrand ringsum. Soooo voll muss es gar nicht immer sein, oder doch?

Narrenkappe

Schon wieder wollten einige Töpfchen verschönert werden. Hier ist eines davon. Jahreszeitenbedingt erinnert es mich mit seinen Farben an eine Narrenkappe.

Erst habe ich überlegt, ob die obere Reihe auch noch helle Pünktchen bekommen sollte. Dann ist die Nadel mit mir durchgegangen … et voilà! (Diese Teile bekommen schon wieder ein Eigenleben, es ist unglaublich! Und jedes will anders werden.)

Reliefsticken

Was für mich immer ein „Wow, das will ich können!“ war, haben wir nun in der Schule gelernt: Relief in den Filz zu bringen. Und es ist gar nicht schwer. Jetzt müssen einige ältere Töpfchen hinhalten, da ich gerade beim besten Willen nicht zum Filzen komme. Hier ein edler Glas- oder Vasenübertopf:

Also mir gefällt, wie er zusätzliche Struktur erhält.

Filzstickfilz

Dieser Topf wurde relativ kurz liebevoll gestreichelt und gerollt, dann ungeduldig aufgeschnitten, in die Waschmaschine gesteckt und bestickt. Danach nochmal in die Waschmaschine, woraufhin die Stickereien etwas verrieben und zugleich viel plastischer geworden sind.



Der Pfeil zeigt auf einen Vernähfaden, der nach dem Filzen plötzlich sehr sichtbar war …